Thermografie  

     Im Thermogramm selbst befindet sich rechts neben der Gebäudeaufnahme eine
     Temperaturskala, 
die grundlegend für die Interpretation des Thermogramms ist.
    
Weist eine homogene Fläche, z.B. Dach oder Außenwand, eine größere Temperaturdifferenz auf,
     so deutet dies zumeist auf eine Schwachstelle hin, die untersucht werden sollte

   

 

 

Wofür eignet sich die Bauthermografie?

Mit Hilfe der Bauthermografie lassen sich auf anschauliche Art und Weise folgende Schwachstellen aufzeigen:

Þ      Wärmebrücken durch unzureichende, fehlende oder durchfeuchtete Dämmung, z.B. Heizkörpernischen, Rollladenkästen, oberste Geschossdecken, Rohrleitungen.                                                                                                                                                                                                     Þ      Geometrische Wärmebrücken an Gebäudeecken sowie an Erkern oder Wärmebrücken bei einem Materialwechsel (Stahlbetondecke im Ziegelmauerwerk).

Þ      Unterschiedliche Bauteilqualitäten (Kellerwände zu Erdgeschosswänden).

Þ      Leckagen und Undichtheiten (Fenster, Türschwellen, Dachanschlüsse).

Þ      Unregelmäßigkeiten und Bauschäden.

Þ      Durchfeuchtung und Gefahr von Schimmelbildung.

 

Was muss unbedingt beachtet werden?

Die Erstellung aussagekräftiger Thermogramme erfordert einige Rahmenbedingungen und Vorkehrungen:
Þ    Thermografien sollten nur von entsprechend ausgebildeten und erfahrenen Thermografen erstellt werden
Þ      Das Gebäude muss gleichmäßig und rund um die Uhr auf ca. 20 °C beheizt worden sein
Þ     Alle Fenster müssen geschlossen, die Rollläden hochgefahren sein.
Þ      Die Differenz zwischen Innen- und Außentemperatur sollte mindestens 10-15 °C betragen.
      Bei hoher Luftfeuchtigkeit (Nebel) und Feuchtigkeit (Regen, Schnee) sowie starkem Wind sollte nicht thermografiert werden.
Þ       Die Aufnahmen werden spätabends oder in den frühen Morgenstunden angefertigt, so dass keine Sonneneinflüsse stören können.